November
3. April 2015

Mahnwache

Einladung zu einer für alle offenen Mahn wache im Gedenken an die Menschen, die flüchten, und die auf ihrer Flucht ihr Leben verloren haben. Zünden wir für alle Menschen, die auf der Flucht ihr Leben verloren haben, eine Kerze an.

Auszüge aus der Rede von Papst Franziskus anlässlich seines Besuchs auf der Flüchtlingsinsel Lampedusa vom 8. Juli 2013

[...] Die Wohlstandskultur, die uns dazu bringt, an uns selbst zu denken, macht uns un empfindlich gegen die Schreie der anderen; sie lässt uns in Seifenblasen leben, die schön, aber nichts sind, die eine Illusion des Nichtigen, des Flüchtigen sind, die zur
Gleichgültigkeit gegenüber den anderen führen, ja zur Globalisierung der Gleichgültigkeit.

[...] Wir haben uns an das Leiden des anderen gewöhnt, es betrifft uns nicht, es interessiert uns nicht, es geht uns nichts an!

Immigranten auf dem Meer umgekommen, auf den Booten, die statt eines Weges der Hoffnung ein Weg des Todes wurden. So die Überschriften der Zeitungen. [...]

[...] "Wo ist dein Bruder?" Sein Blut schreit bis zu mir, sagt Gott. Das ist keine Frage, die an andere gerichtet ist, es ist eine Frage, die an mich, an dich, an jeden von uns gerichtet ist. Diese Brüder und Schwestern von uns suchten, schwierigen Situationen zu entkommen, um ein wenig Sicherheit und Frieden zu finden; sie suchten einen besseren Ort für sich und ihre Familien, doch sie fanden den Tod. Die dies suchen, wie oft finden sie kein Verständnis, finden sie keine Aufnahme und Solidarität!

[...] "Wer von uns hat darüber und über Geschehen wie diese geweint?" Wer hat geweint über den Tod dieser Brüder und
Schwestern? Wer hat geweint um diese Menschen, die im Boot waren? Um die jungen Mütter, die ihre Kinder mit sich trugen? Um diese Männer, die sich nach etwas sehnten, um ihre Familien unterhalten zu können?

[...] bitten wir den Herrn [...] um die Gnade, über unsere Gleichgültigkeit zu weinen, zu weinen über die Grausamkeit in der Welt, in uns, auch in denen, die in der Anonymität sozioökonomische Entscheidungen treffen, die den Weg bereiten zu Dramen wie diesen.

Franziskus bat um 'Verzeihung' für die Tausenden Toten.


Gemäss UNO sind weltweit 51,2 Millionen Menschen auf der Flucht. Allein seit dem Jahr 2000 sind 22000 Menschen während der Flucht nach Europa gestorben.

Ansprache
Bernd Lenfers Grünenfelder, Gemeindeleiter St. Johannes, Zug

Eine Veranstaltung von
Asylbrücke Zug
mit First-Friday Denkplattform für Gesellschaftsfragen
mit den Katholischen Pfarreien Zug

Ort und Zeit
Landsgemeindeplatz Zug

Freitag 3. April 2015
Beginn 18 Uhr
Freier Eintritt

Info
Rupan Sivaganesan
079 911 22 22
Anmeldung erwünscht


Flyer
Bilder