November
7. Juli 2017

Mythos Mundart
“Heustöffel” sagt heute niemand mehr. Schade?


Die Diskussionen um die Erhaltung der Dialektsprache
reissen nicht ab. Auch Jahre nach der Abstimmung
über den Erhalt der Mundartsprache im Kindergarten.
Beklagt wird auch, dass der Dialekt verflache oder
gar aussterbe. Tatsächlich wird der Mundartwortschatz
kleiner, und die Dialekte werden sich ähnlicher.
Darüber sind sich Experten einig. Wie sieht es im Kanton
Zug aus? Wird der ursprüngliche Zuger Dialekt noch
gepflegt? Spielt das Alter eine Rolle?

Christian Muche hat im Rahmen seiner Maturaarbeit genau diese Fragen untersucht und bearbeitet. Er wird uns seine Arbeit vorstellen und darüber berichten, wie es mit dem Zuger Dialekt tatsächlich aussieht. Der Zuger Dichter Max Huwyler ist ein lakonischer Zeitzeuge. Er schreibt Gedichte in Mundart und auf Hochdeutsch. Theaterstücke, Hörspiele, Kinderbücher und ein Lesebuch für Fremdsprachige gehören zu seinem Werk.

Max Huwyler erzählt, wie ihn ein Männersatz in einer Walchwiler Beiz zum Schreiben in Mundart gebracht hat. “De Rouse schniidi Ggrinden ab” sei eine unübersetzbare Gedichtzeile, schreibt er in einem Essay. Seien sie gespannt auf einen Einblick in ein Stück Zuger Kulturgut und diskutieren sie mit zwei Generationen. Natürlich in Dialektsprache oder einfach, wie Ihnen “dr Schnabel gwachsen isch”.

Inputreferate
Max Huwyler
86, Zuger Dichter

Christian Muche
19, Kantonsschüler, Maturand

Ort und Zeit
doku-zug.ch
St.-Oswalds-Gasse 16
6300 Zug

Freitag 07. Juli 2017
Beginn 18 Uhr
Apéro interculturel
Freier Eintritt

Flyer

Info
Rupan Sivaganesan
079 911 22 22
Anmeldung erwünscht