November
3. März 2017

Von Asmara nach Zug
Eritreische Flüchtlinge über ihr Leben, ihre Träume, ihre Herausforderungen in der Schweiz

«Neun von zehn Eritreern beziehen Sozialhilfe. » (20min.) «Wir Eritreer sind nicht faul! » (Blick). «Mit dem heutigen System können wir Eritreer nicht integrieren» (Tagesanzeiger)

So und ähnlich lauten die Schlagzeilen zur eritreischen Diaspora in der Schweiz. Mit rund 30‘000 Personen ist sie eine der grössten in Europa und bildet eine neue afrikanische Flüchtlingsgruppe in der Schweiz. Die Zahl der Asylgesuche aus Eritrea nimmt seit dem Jahr 2006 zu und machte im Jahr 2014 über 29% aller Asylgesuche in der Schweiz aus. Die Flüchtlinge aus Eritrea werden immer jünger: Die Mehrheit befindet sich im Alter von 15 bis 30 Jahren und männliche Flüchtlinge überwiegen mit 60% in der Altersgruppe zwischen 20- bis 34-Jährigen. Diese Gruppe ist vom faktisch unbegrenzten Militärdienst, dem „National Service“, in Eritrea am stärksten betroffen. Die Schutzquote der eritreischen Flüchtlinge in der Schweiz betrug gemäss Staatssekretriat für Migration 70,3% im Jahr 2015.

Diese neue afrikanische Flüchtlingsgruppe steht vor verschiedenen neuen Herausforderungen. Eine wichtige betrifft die Integration am Arbeitsmarkt. Denn die Sozialhilfequote unter den Eritreerinnen und Eritreer in der Schweiz beträgt hohe 86,2%. Wie erleben Eritreerinnen und Eritreer den Alltag und das Zusammenleben in der Schweiz? Was bewegt sie besonders? Diskutieren Sie darüber mit jungen eritreischen Flüchtlingen aus dem Kanton Zug

Diskussionsrunde


Ort und Zeit
Bibliothek (Stadt- & Kantonsbibliothek)
St.-Oswalds-Gasse 21
6300 Zug

Freitag 03. März 2017
Beginn 18 Uhr,
Apéro interculturel
Freier Eintritt

Info
Rupan Sivaganesan
079 911 22 22
Anmeldung erwünscht