Aus dem kommunistischen Osten in den Kanton Zug: Erinnerungen eines CSSR-Flüchtlings

1968 war nicht nur das Jahr der Studentenrevolten – 1968 war unter anderem auch Schicksalsjahr für die damalige Tschechoslowakei (CSSR). Am 21. August 1968 marschierten Truppen des Warschauer Paktes in die Tschechoslowakei ein. Damit endete abrupt der so genannte Prager Frühling mit seiner Vision vom “Sozialismus mit menschlichem Antlitz”.

Viele TschechoslowakInnen flüchteten in der Folge nach Westeuropa. Auch die Schweiz wurde zu einem begehrten Fluchtziel. Die zumeist hochqualifizierten Flüchtlinge wurden überall mit offenen Armen empfangen, so auch in der Stadt Zug und in Cham. Sie sollten so schnell als möglich in den Arbeitsmarkt integriert werden. Behörden, Arbeitgebende und Private unterstützten sie tatkräftig bei der Arbeits- und Wohnungssuche.

Libor Simecek kam 1969 als 18-jähriger Student zusammen mit seinen Eltern und seiner Schwester in die Schweiz. Er ist ein Zeitzeuge der Ereignisse von damals. Als juristischer Berater von Menschen auf der Flucht kennt er aber auch die Probleme der heutigen Asylpolitik.

Inputreferat
Libor Simecek
lic. iur., Unterägeri

Im Dokumentationszentrum doku-zug.ch kann vor oder nach der First-Friday- Veranstaltung die Ausstellung “Nachhall 68 – Eine Spurensuche in Zug” besichtigt werden.

Ort und Zeit
doku-zug.ch
St.-Oswalds-Gasse 16
6300 Zug

Freitag 06. Juli 2018
Beginn 18 Uhr
Apéro interculturel
Freier Eintritt (Kollekte)

Info
Rupan Sivaganesan
079 911 22 22
Anmeldung erwünscht

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